Performance
Galerie The Absence of Art, Berlin


Wer sich an das Absurde gewöhnt hat, findet sich in unserer Zeit gut zurecht.
 Eugène Ionesco

Mensch – Baum – Maschine ist eine installative Performance, die drastisch scheinbar „einfache“ Symbole in Szene setzt.

Inszenierung = MENSCH zersägt BAUM mit MASCHINE in Anwesenheit von HASEN

Rudimentäre Sinneseindrücke werden visualisiert und akustisch umgesetzt. Bedrohung und rohe Gewalt etwa steht gleichberechtigt neben Passivität und Anonymität. Die optischen und akustischen Elemente der Darstellung sind ähnlich wie im Absurden Theater paradox, allegorisch, clownesk.

Der Symbolgehalt jedoch wird negiert. Der Baumstamm zum Beispiel wird nicht als Symbol für Sicherheit und Stabilität angesehen und der Akt des Zersägens nicht als Zerstörung eben dieser. Es ist kein archaisches Ritual oder archetypisches Symbol des Gegensatzes von Zerstörung und Neubeginn. Der fast nackte Akteur soll nicht als typisch männlicher Archetypus aufgefasst werden, der mit brachialer Gewalt zerstört, der Hase wird nicht als Fruchtbarkeitssymbol aufgefasst, die Aktionisten sind nicht einmal Typen im Sinne von mit feststehenden Merkmalen versehene Figuren.

Weder Medium und Form gewähren Zugang zu einem Kontext, es ist keine Dechiffrierbarkeit gegeben und Sachverhalten wird keine Kausalität unterstellt. Die Akteuren meinen nicht dies, noch haben sie jenes „im Sinn“.
Sinn wird nicht verstanden und Botschaften gehen ins Leere.

Who has get used to absurd ideas, finds the way in our times.
 Eugène Ionesco



Man – tree – machine is installation art and performance drastically staging apparently “simple” symbols.

mise-en-scène = MAN cuts up a LOG with a MASCHINE in presence of Rabbits

Rudimentary sensory impressions are visualised and acoustically transformed. Menace and brute force for example have the same significance as passivity and anonymity. The visual and acoustical elements of the performance are paradoxical, absurd, clownish – similar to the Theatre of the Absurd.

But symbolic attributions are negated. The tree trunk e.g. is not regarded as a symbol for security and stability, the sawing not as the destruction of this. It is not an archaic ritual or archetypical symbol of the counterparts of destruction and new beginning. 
The nearly naked actor should not be conceived as the typically male archetype destroying everything by use of brute force, the rabbit neither as a fertility symbol, the actors are not even types i.e. of characters with established attributes.

Neither medium nor form provides an access to any content. There is no decipherability and it is not assumed that facts have causality.
Sense is not understood and messages come to nothing.

The actors do not intend this, nor have that in mind.

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26. Februar 2010